SharePoint
 

Navigationslinks überspringenVision

Vision

 

Landschaft Grafik
Landschaft Grafik, ZALF, © infografik.pro / ZALF

Digitalisierung & neue Technologien

Aufgrund intelligenter Messtechniken stehen mehr standortspezifische Informationen zur Verfügung. Diese Informationen könnten für eine bessere Planung der autonomen Pflanzenbaumaßnahmen und präzisen Pflanzenschutzmaßnahmen vor Ort verwendet werden, die in Zukunft von Robotern oder automatischen Traktoren durchgeführt werden können. Neue Entwicklungen in der Sensortechnik zur Erkennung von Schaderregern, Schadinsekten und Unkräutern sowie zur gezielten mechanischen Unkrautvernichtung ermöglichen es, den Einsatz von PSM in der konventionellen Landwirtschaft erheblich zu reduzieren oder sogar wegfallen zu lassen.

Long Range Wide Area Network (LoRaWAN): Einbau eines proximales Bodensensorsystem basierend auf LoRaWan-Technologien von Bodenfeuchte-, Temperatur- und elektrischen Leitfähigkeitssensoren in 10, 30, 60 und 90 cm Tiefe im September 2020.

Digitale Gelbschalen (Digital Yellow traps-DYT): Digitale Gelbschalen können ein optimales und effizientes Monitoring von Rapsschädlingen ermöglichen. Erste Tests wurden im Herbst 2020 mit 5 Prototypen der digitalen Gelbschalen im Raps durchgeführt. Hierfür wurden die Schädlinge Rapserdflöhe überwacht, sowohl mit digitalen als auch mit händischen Gelbschalen. Die Ergebnisse beider Methoden wurden dann miteinander verglichen.

Die DYT wurden sowohl in den drei Raps-Patches (installiert im permanenten Biodiversitätsquadranten) als auch den zwei Raps-Referenzflächen in benachbarten Schlägen aufgestellt. Das System basiert auf einem trainierten Algorithmus zur Bildanalyse mit numerischer und graphischer Klassifizierung und Mustererkennung. Dieser Algorithmus erkennt die bedeutenden Rapsschädlinge. Einige seltene Schädlinge können (noch) nicht erkannt werden: wie z.B. der Gefleckter & Schwarzer Kohltriebrüssler und der Echte Kohlschotenrüssler.

Das enge Zeitfenster der Messungen und der Überwachung erhöhen die Planbarkeit einer Pflanzenschutzmaßnahme. Der Nutzen der DYT beruht auf dem Vermeiden unnötiger Insektizidanwendungen dies führt:

  • zu Ökonomisch fundierten Pflanzenschutzmaßnahmen
  • zum Schonen von Nützlingen & Umwelt allgemein
  • zur Entschärfung des Resistenzproblems

Das Design und der Algorithmus der DYTs sind weiterhin in der Entwicklung und werden stetig verbessert. Zudem gibt es die Möglichkeit, in der internetbasierten Monitoring-Auswertung einen Schädlingsradar zu aktivieren. Dieser stellt die im Umkreis befindlichen DYT anderer Betreiber dar, um mögliche Schadpopulationsdrücke bestimmter Schädlinge frühzeitiger zu erkennen.

 

Internationale Netzwerke

Landschaftsexperimente sind vielseitig und variieren stark in ihrem methodischen Ansatz und Forschungszielen. Schon in der Vergangenheit hat das ZALF innovative Forschungsplattformen für Landschaftsexperimente ins Leben gerufen, die bis heute erfolgreich Daten sammeln und dazu beitragen, Landschaften besser zu verstehen. 

 

Ansatz Grafik, Hannes Schulze / NurMut
Ansatz Grafik, © Hannes Schulze / NurMut

 

Das Landschaftslabor patchCROP dient der Identifizierung von multifunktionaler Prozessempfindlichkeit (Prozesse wie Biodiversitätsanstieg, Bodenfruchtbarkeitsveränderung, Nährstoffdynamiken, Schädlingsrückgang oder Ertragsstabilität) gegenüber der Veränderungen von Landschaftsstrukturen und der Diversifizierung von Anbausystemen auf verschiedenen räumlichen Skalen und zeitlichen Abständen.

Um Methoden, Datenanalysen und Ergebnisse in einen multidisziplinären Kontext setzen zu können und Resultate auf national und international akademischem Niveau zu vergleichen und zu diskutieren, streben wir das Bilden von oder die Aufnahme in nationale und internationale Netzwerke mit vergleichbaren Landschaftsexperimente und similären Forschungsfragen an. Die Konsolidierung und Erweiterung von Netzwerken auf nationaler und internationaler akademischer Ebene erhöht zum einen die Bedeutung und Sichtbarkeit der Landschaftsforschung und betont zum anderen die Nützlichkeit einer übergreifenden Experimentalstrategie für Landschaftsexperimente, in der sich auch das Konzept des Landschaftslabors, der permanenten Überwachung und Datensammlung von Landschaftsprozessen und der technischen Weiterentwicklung von Messtechniken und Bewirtschaftungsformen wiederspiegelt.

Bei Interesse zur Netzwerkbildung oder der Inklusion des Landschaftslabores in bestehende Netzwerke, schreiben Sie gern eine E-Mail an Kathrin Grahmann.

​​

 

Die Partner

ZALF-Logo  Logo Julius Kühn-Institut  Logo Lietzen  Logo PHENOROB  Logo DAKIS