patchCROP ist eine von drei großen Forschungsinfrastrukturen, die das ZALF gemeinsam mit wissenschaftlichen Partnereinrichtungen innerhalb und außerhalb der Leibniz-Gemeinschaft betreibt. Dabei wird in patchCROP ein multidisziplinärer, experimenteller Ansatz für ein multifunktionales und nachhaltiges Anbausystem verfolgt, welcher im Kontext der
Reallaborforschung entwickelt wurde. Das Landschaftslabor patchCROP dient als Plattform für die Untersuchungen von abiotischen und biotischen Effekten und Interaktionen neu angelegter, kleinstrukturierter Feldeinheiten und insbesondere auf die Flächenheterogenität abgestimmter Fruchtfolgen und Bewirtschaftung. Hier agiert patchCROP auch als Anwendungsfall innerhalb der ZALF Reallabore. Die gemeinsame Forschung und Entwicklung in landwirtschaftlichen Reallaboren im Landschaftskontext stellt einen neuen und modernen Forschungsmodus dar, um zentrale Handlungsfelder der Landwirtschaft zwischen Wissenschaft, Praxis und anderen Akteuren voranzutreiben. Diese Effekte und Prozesse auf Landschaftsebene werden in diesem neuen, innovativen Landschaftslabor in einem interdisziplinären Team, mithilfe innovativer Technologien und Methoden zur Datenverarbeitung- und Auswertung, sowie im engen Verbund mit der landwirtschaftlichen Praxis seit 2020 untersucht.
patchCROP Flyer: Ein Landschaftslabor für mehr Vielfalt in der Landwirtschaft
patchCROP flyer: A landscape laboratory for more diversity in agricultural landscapes
News
02.01.2026 Im Fokus des diesjährigen Milestone Seminars, das am 26. Januar 2026 ab 12:30 Uhr im Konferenzraum am ZALF stattfinden wird, stehen Ergebnisse aus der 1. Phase von patchCROP (2020-2024) sowie erste Erkenntnisse und geplante Vorhaben des aktuellen Versuchsdesigns. Die Veranstaltung ist offen für alle patchCROP Interessierten! 03.11.2025 Am 19. November wird Azusa Oita das deutsch-japanische Forschungsprojekt NF4PnC vorstellen. Ziel des Projektes ist, ein Stickstoff-Footprint Modell zu entwickeln, in dem landwirtschaftliche Bewirtschaftungspraktiken mit den Umweltrahmenbedingungen und der Verbraucherwahrnehmung verknüpft werden. Gezeigt werden der Modellierungsansatz und vorläufige Schätzungen des Stickstoff-Footprint auf der Grundlage von patchCROP-Felddaten.
19. November 2025, 11:30 Uhr, im Konferenzraum 1 / ZALF
30.10.2025 Am 29. Oktober besuchte das OPTAIN-Projekt, im Rahmen seiner wissenschaftlichen Tagung und Generalversammlung in Berlin, die patchCROP Versuchsfläche in Tempelberg.
Die Forschung in OPTAIN zielt auf die Speicherung und Bereitstellung von Wasser und Nährstoffen in kleinen landwirtschaftlich genutzten Einzugsgebieten, verteilt über ganz Europa. Diese Fragestellungen stehen auch in patchCROP im Untersuchungsfokus und der Feldbesuch stieß bei den OPTAIN-Wissenschaftlern daher auf großes Interesse. Den 60 internationalen Exkursionsteilnehmern wurden durch Feldführungen das patchCROP Versuchsdesign vorgestellt und an einzelnen Stationen dann spezifische Forschungsfragen und Techniken eingehender erläutert und diskutiert.
Bildquelle: https://www.optain.eu/sites/default/files/20251029_143618.jpg
 11.07.2025 Der thematische Rahmen der internationalen DIGICROP2025-Konferenz umfasste ein weites Feld unterschiedlicher Akteure mit der gemeinsamen Zielstellung neue digitale Technologien für die Landwirtschaft der Zukunft zu entwickeln und zu erproben – für nachhaltige Pflanzenproduktion, Biodiversität und Agrarökosysteme.
Auf der rein digital veranstalteten Konferenz stellte Ixchel Hernández-Ochoa unter dem Vortragstitel ‘Modelling and understanding the impacts of within field heterogeneities on diversified cropping systems‘ Ergebnisse ihrer Arbeit mit Daten aus patchCROP vor. Kathrin Grahmann gab danach in ihrer Präsentation ‘Landscape experimentation: Knowledge gaps filled, and lessons learned from patchCROP’s 1st phase 2020 to 2024’ einen Überblick der bisherigen Versuchserkenntnisse sowie einen Ausblick auf die künftigen Vorhaben.
Beide Online-Vorträge können über die Seite der Konferenz abgerufen werden.
https://digicrop.de/index.html;
DAY 2: 19.30 – 20.15 (CEST, UTC+2)/12.30 – 1.15 p.m. (CDT, UTC-5), Room3
29.01.2025 Das diesjährige patchCROP Milestone Seminar wird am Donnerstag, den 13. Februar 2025, ab 10:00 Uhr im Konferenzsaal / Haus 4 am ZALF stattfinden.
Mit drei Vorträgen (in deutscher Sprache) werden zu Beginn Projekte vorgestellt, die die Gesamtbreite von patchCROP veranschaulichen. Anschließend werden spezifische Fragen und Ergebnisse aus zwei aktuellen Doktorarbeiten vorgetragen (in englischer Sprache).
 27.09.2024 Boris Kramaric hat erfolgreich seine Masterarbeit im Studiengang Produkt- und Qualitätsmanagement in Landwirtschaft und Gartenbau an der Humboldt-Universität zu Berlin abgeschlossen. Seine Forschung widmete sich dem Thema "Decomposition of maize and soybean crop residue in sandy soil: impacts of soil depth and mesofauna on decomposition rate". Die Zersetzung von Ernterückständen spielt eine entscheidende Rolle für die Nährstoffkreisläufe und die Bodenfruchtbarkeit und. Herr Kramaric untersuchte im Rahmen seiner Studie den Abbau von Mais- und Sojabohnenernteresten im PatchCROP-Landschaftslabor über einen Zeitraum von sechs Monaten. Dabei analysierte er den Einfluss der Bodentiefe sowie der Mikro- und Mesofauna mithilfe eines Mini-Container-Systems, das unterschiedliche Zersetzungsbedingungen simulierte. Die Ergebnisse zeigen, dass Erntereste in geringerer Bodentiefe schneller abgebaut werden, insbesondere wenn die Mesofauna beteiligt ist. Zudem wurde deutlich, dass der Kohlenstoff-Stickstoff-Gehalt der Ernterückstände einen maßgeblichen Einfluss auf die Abbaurate unter gemäßigten Klimabedingungen hat.  23.07.2024 Der Auftakt der diesjährigen Ernte kam witterungsbedingt etwas stockend in Gang, profitierte dann aber von guten Bedingungen. Innerhalb von zwei Wochen wurden nach Raps und Gerste nun auch Roggen, Weizen, Hafer und Lupine eingebracht. Trotz einer, für diesen Standort, sehr guten Wasserverfügbarkeit im Frühjahr, blieben die Erträge der Winterkulturen hinter den Erwartungen zurück. Verantwortlich dafür waren unter anderem die ausgeprägten Temperaturschwankungen während der Hauptvegetationsphase.
Für die kommenden Monate richtet sich der Fokus auf die verbliebenen Sommerkulturen Sonnenblume, Soja und Mais, die bisher von einer reichhaltigen und konstanten Niederschlagsverteilung profitieren konnten. Nach einer störungsfreien Phase der Jugendentwicklung haben sich flächendeckend sehr gute Bestände etabliert. Wir hoffen nun auf eine weiterhin günstige Versorgung mit Regen sowie viele Sonnenstunden für die restliche Vegetation. Für die Abreife der wärmeliebenden und spätreifenden Kulturen Soja und Mais ist aber auch ein heißer und trockener Spätsommer wünschenswert. Das Potential für eine überdurchschnittliche Ernte ist vorhanden, es bleibt weiterhin spannend! 27.02.2024 Ein buntes Programm aus Vorträgen, Podiumsdiskussion und Felddemonstrationen sowie spannende
Gäste laden zur Diskussion über Forschungsbedarf in den Bereichen Robotik und Digitalisierung in
der Landwirtschaft ein.
Termin: 30.04.2024, 9:00 Uhr bis 14:00 Uhr
Ort: Landschaftslabor patchCROP, Buchholzer Straße 4, 15518 Steinhöfel / Tempelberg
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