patchCROP ist eine von drei großen Forschungsinfrastrukturen, die das ZALF gemeinsam mit wissenschaftlichen Partnereinrichtungen innerhalb und außerhalb der Leibniz-Gemeinschaft betreibt. Dabei wird in patchCROP ein multidisziplinärer, experimenteller Ansatz für ein multifunktionales und nachhaltiges Anbausystem verfolgt, welcher im Kontext der
Reallaborforschung entwickelt wurde. Das Landschaftslabor patchCROP dient als Plattform für die Untersuchungen von abiotischen und biotischen Effekten und Interaktionen neu angelegter, kleinstrukturierter Feldeinheiten und insbesondere auf die Flächenheterogenität abgestimmter Fruchtfolgen und Bewirtschaftung. Hier agiert patchCROP auch als Anwendungsfall innerhalb der ZALF Reallabore. Die gemeinsame Forschung und Entwicklung in landwirtschaftlichen Reallaboren im Landschaftskontext stellt einen neuen und modernen Forschungsmodus dar, um zentrale Handlungsfelder der Landwirtschaft zwischen Wissenschaft, Praxis und anderen Akteuren voranzutreiben. Diese Effekte und Prozesse auf Landschaftsebene werden in diesem neuen, innovativen Landschaftslabor in einem interdisziplinären Team, mithilfe innovativer Technologien und Methoden zur Datenverarbeitung- und Auswertung, sowie im engen Verbund mit der landwirtschaftlichen Praxis seit 2020 untersucht.
patchCROP Flyer: Ein Landschaftslabor für mehr Vielfalt in der Landwirtschaft
patchCROP flyer: A landscape laboratory for more diversity in agricultural landscapes
News
05.08.2026 Nach Gerste und Weizen wurde mit Raps jetzt die Ernte aller drei Winterungen abgeschlossen. Auf Grund der ausgeprägten Trockenheit seit Ende des vergangenen Jahres bewegen sich die Mengenerträge zwischen durchschnittlich und kaum zufriedenstellend. Wie stark sich die anhaltende Dürre nun weiter auf die Entwicklung von Soja und Mais -bis zu deren Ernte im Herbst- auswirkt, verfolgen wir mit besorgtem Interesse.
(Für Impressionen der Raps-Ernte, mit direkt anschließender Bodenprobenahme, ‘klick‘ auf das Bild)
08.07.2026 Die trockenen Witterungsbedingungen halten in Ostbrandenburg an, während in anderen Regionen durch heftige Gewitter große Regenmengen in kürzester Zeit schwere Schäden verursachen. Potentielle Effekte solcher Starkniederschläge wurden auf der patchCROP Fläche nun mit einem Regensimulator untersucht. (Niederschlagsdiagramm und Bilder des Versuchsaufbaus mit Klick auf die Abbildung links) 19.06.2026 Der für eine neue Leitung kurzzeitig angelegte Graben bot die Gelegenheit einen besonderen Eindruck von der vielfältigen Gestalt des Untergrundes der patchCROP Fläche zu erhalten. Entlang des gut 300 Meter das Feld komplett quer durchziehenden Einschnitts trat die Variabilität der Bodenstruktur sehr eindrücklich zu Tage (für eine kleine Sequenz Klick auf das Bild). 30.04.2026 Auch wenn Ende Februar ein anderer Eindruck bestand – das erste Quartal 2026 und auch der Mai waren zu trocken.
Die ausgedehnten Wasserflächen Ende Februar/Anfang März auf den Feldern waren das Ergebnis der sehr geringen Regenfälle weniger Tage: auf Grund des noch gefrorenen Bodens konnte das Wasser nicht versickern und lief auf der Oberfläche in den Senken zusammen – was ein trügerisches Bild schuf.
Tatsächlich wurden von Anfang Januar bis Ende April an der Wetterstation auf der patchCROP Fläche nur eine Gesamtniederschlagsmenge von 63,2 mm gemessen, was lediglich 45% des aus dem langjährigen Mittel (1991-2020) zu erwartenden Wertes entspricht. Damit sind die ersten Monate 2026, wie bereits im Vorjahr, deutlich zu trocken. (Diagramm via Klick auf das Bild)
02.01.2026 Im Fokus des diesjährigen Milestone Seminars, das am 26. Januar 2026 ab 12:30 Uhr im Konferenzraum am ZALF stattfinden wird, stehen Ergebnisse aus der 1. Phase von patchCROP (2020-2024) sowie erste Erkenntnisse und geplante Vorhaben des aktuellen Versuchsdesigns. Die Veranstaltung ist offen für alle patchCROP Interessierten! 03.11.2025 Am 19. November wird Azusa Oita das deutsch-japanische Forschungsprojekt NF4PnC vorstellen. Ziel des Projektes ist, ein Stickstoff-Footprint Modell zu entwickeln, in dem landwirtschaftliche Bewirtschaftungspraktiken mit den Umweltrahmenbedingungen und der Verbraucherwahrnehmung verknüpft werden. Gezeigt werden der Modellierungsansatz und vorläufige Schätzungen des Stickstoff-Footprint auf der Grundlage von patchCROP-Felddaten.
19. November 2025, 11:30 Uhr, im Konferenzraum 1 / ZALF
30.10.2025 Am 29. Oktober besuchte das OPTAIN-Projekt, im Rahmen seiner wissenschaftlichen Tagung und Generalversammlung in Berlin, die patchCROP Versuchsfläche in Tempelberg.
Die Forschung in OPTAIN zielt auf die Speicherung und Bereitstellung von Wasser und Nährstoffen in kleinen landwirtschaftlich genutzten Einzugsgebieten, verteilt über ganz Europa. Diese Fragestellungen stehen auch in patchCROP im Untersuchungsfokus und der Feldbesuch stieß bei den OPTAIN-Wissenschaftlern daher auf großes Interesse. Den 60 internationalen Exkursionsteilnehmern wurden durch Feldführungen das patchCROP Versuchsdesign vorgestellt und an einzelnen Stationen dann spezifische Forschungsfragen und Techniken eingehender erläutert und diskutiert.
Bildquelle: https://www.optain.eu/sites/default/files/20251029_143618.jpg
 11.07.2025 Der thematische Rahmen der internationalen DIGICROP2025-Konferenz umfasste ein weites Feld unterschiedlicher Akteure mit der gemeinsamen Zielstellung neue digitale Technologien für die Landwirtschaft der Zukunft zu entwickeln und zu erproben – für nachhaltige Pflanzenproduktion, Biodiversität und Agrarökosysteme.
Auf der rein digital veranstalteten Konferenz stellte Ixchel Hernández-Ochoa unter dem Vortragstitel ‘Modelling and understanding the impacts of within field heterogeneities on diversified cropping systems‘ Ergebnisse ihrer Arbeit mit Daten aus patchCROP vor. Kathrin Grahmann gab danach in ihrer Präsentation ‘Landscape experimentation: Knowledge gaps filled, and lessons learned from patchCROP’s 1st phase 2020 to 2024’ einen Überblick der bisherigen Versuchserkenntnisse sowie einen Ausblick auf die künftigen Vorhaben.
Beide Online-Vorträge können über die Seite der Konferenz abgerufen werden.
https://digicrop.de/index.html;
DAY 2: 19.30 – 20.15 (CEST, UTC+2)/12.30 – 1.15 p.m. (CDT, UTC-5), Room3
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